Wann hast du gemerkt, dass Musik dein Ding ist?
Schon seit ich denken kann, begleitet mich Musik durch mein Leben. Während meines Soziologiestudiums wurde der Wunsch, ihr mehr Raum zu geben, immer stärker. Deshalb habe ich mich entschieden, parallel ein Musikstudium in Mannheim zu beginnen – eine Entscheidung, die mich bis heute sehr glücklich macht.
Was ist für dich das Schönste daran, wenn viele Kinderstimmen zusammenklingen?
Was mich am meisten fasziniert, ist der magische Klang vieler Kinderstimmen, die gemeinsam erklingen. Aus einzelnen Stimmen entsteht etwas Neues – eine gemeinsame Stimme. Dabei hören die Kinder aufeinander, passen sich an und entwickeln ganz nebenbei ein feines Gespür füreinander und für die Musik.
Was ist dir bei der Arbeit mit Kindern besonders wichtig?
Mir ist besonders wichtig, dass jede Persönlichkeit und jede einzelne Stimme im gemeinsamen Musizieren Raum findet, ohne die anderen Kinder einzuschränken oder stark zu übertönen. Die Stimme ist ein ganz besonderes Instrument der Selbstentfaltung – deshalb sollen sich alle Kinder beim Singen sicher und frei fühlen dürfen, auch wenn etwas nicht sofort gelingt. Denn mit Geduld und Übung wächst nicht nur die musikalische Fähigkeit, sondern auch das Vertrauen in sich selbst.
Hast du ein „Geheimrezept“ gegen Lampenfieber vor dem großen Auftritt?
Die eigene Freude an der Musik. Wenn man spürt, was man singt, und selbst davon überzeugt ist, springt der Funke auf die anderen über – und aus Nervosität wird ganz schnell Sicherheit.
Was machst du am liebsten, wenn du gerade mal nicht singst oder dirigierst?
Neben der Musik lese ich sehr gerne, tanze und bin viel in der Natur unterwegs. Ihre Schönheit, ihre natürlichen Gesetze und Rhythmen sind für mich die schönste Inspirationsquelle und zugleich ein Ort, an dem ich zur Ruhe komme.
Vervollständige den Satz: „Ein Proben-Nachmittag ist dann perfekt, wenn...
...alle danach auch nur ein bisschen glücklicher sind als davor.